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Hundertwasser, Haruru Falls, Bergsprint und Delfine

Montag Morgen ging’s dann weiter Richtung Norden. Ziel war Waitangi in der Bay of Islands, ein Nachbarort der Tourihochburg Paihia. Auf Straßen, die nichts für schwache Mägen sind, ging es über grüne Hügel, durch kleine Dörfer und vorbei an unzähligen Schafen. Diese Landschaft faszinierte auch Friedensreich Hundertwasser, der sich diese Gegend zur Wahlheimat machte und dafür sorgte, dass im kleinen, verschlafenen Städtchen „Kawakawa“ eine wunderbar schöne, künstlerische Public toilet entstand. Also hieß es: einhalten bis wir in Kawakawa sind und die Hundertwassertoiletten besuchen können!! Nach der kleinen Pinkel- und Kaffepause in dem netten Ort, der schon längst nicht mehr nur Toiletten in Hunderwasserkunst zu bieten hatte, ging’s schließlich weiter gen Norden, auf unseren nächsten Campingplatz, direkt gelegen an einem großen Meeresarm.
Dienstag haben unsere Füße nochmal ordentlich was geleistet. Der Wanderweg zu den Haruru Falls sollte laut Karte 1,5 Stunden in Anspruch nehmen. Wir waren nach 3 Stunden und mehreren Überlegungen, ob wir überhaupt noch ankommen da! Aber es hat sich gelohnt… Wir sind durch einen wunderschönen Wald gelaufen, der wieder mehr an einen Dschungel erinnert, als an die gepflegten Wälder Deutschlands. Zwischendurch hatten wir eine tolle Sicht auf den Meeresarm und konnten ein paar Blicke auf dessen geflügelte Bewohner werfen. Ein absolutes Highlight war die Passage, über einen Holzplankenweg durch echte Mangrovenwälder, mit schillernden, bunten (sehr flinken) Fischen im völlig klaren, türkis glänzenden Wasser!!! Nachdem wir fast aufgegeben hatten und es natürlich inzwischen schon wieder angefangen hatte zu regnen, kamen wir dann endlich an den Haruru Falls an. Die gewaltigen Wassermassen waren, wie so meistens bei Wasserfällen, sehr beeindruckend. Dennoch fand ich, dass der Weg dahin der sehenswertere Teil des Ausflugs war! Die nächste Etappe unserer Wanderung entpuppte sich als Weg entlang einer Hauptstraße ohne Bürgersteig. Scheinbar sind Neuseeländer nicht so verrückt nach Runden, wie wir Deutschen, denn der Wanderweg zu den Haruru Falls war wirklich nur eine One Way Strecke. So waren wir aber nunmal schon ein Stück die Straße runter gelaufen und konnten unseren deutschen Sinn nach einer abgeschlossenen Runde auch nicht so richtig aufgeben. Also ging der Marsch auf Asphalt weiter. Vorteil unserer Beharrlichkeit nach „Runde“ war: wir wurden Zeugen der unsagbaren Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der neuseeländischen Einwohner! Ein Wildfremder hielt an und fragte, ob er uns mitnehmen solle, er würde runter in die Stadt fahren.. „YES! Thank you so much!“ Somit wurde uns ein wahrscheinlich einstündiger Regenmarsch entlang der Leitplanke erspart! Im Ort angekommen schien auch wieder die Sonne und wir konnten nach weiteren „thank you’s“ unsererseits und „no problem guys“ von Seiten des netten Kiwis, trockenen Fußes die letzten Meter zurück zum Campingplatz gehen. 🙂

Den nächsten Tag starteten wir getrennt. Mama wollte unbedingt eine Delfinfahrt mitmachen, von der man uns mit den Worten „im Moment wäre es unwahrscheinlich Delfine zu sehen und wenn dann hätten sie wahrscheinlich Babys, sodass das Schwimmen nicht erlaubt ist“ abriet. Aber Mama wollte Delfine!!! Also machten sich Mama und Papa Dienstag um 8uhr auf den Weg zum Hafen nach Paihia. Milan und ich gingen den Tag entspannter an. Nach dem Ausschlafen und gemütlichen Frühstücken, packten wir unsere Sachen und liefen ebenfalls nach Paihia. Anstatt jedoch die Wasserwelt zu erkunden, machten wir eine erneute Dschungeltour. Die Wanderung zu einem Aussichtspunkt wurde dann zu einem einstündigen Bergaufsprint. Der Aussichtspunkt lag ziemlich hoch und der Weg dorthin ging geradewegs stetig aufwärts. Da Milan und ich uns dann nicht die Blöße geben wollten, ständig von den Möchtegern sportlichen Neuseeländern überholt zu werden, wurde der Aufstieg zu einem kleinen Bergwettlauf und wir kamen recht gerötet und mit deutlich erhöhter Pulsfrequenz oben an, wo wir uns also erstmal eine lange Pause mit wunderbarer Aussicht gönnten. Nach dem schnellen und wunderbar einfachen Abstieg konnten wir sogar im strahlenden Sonnenschein, im T-Shirt (!) am Strand zurück laufen.
Mama und Papa konnten uns dann später sogar noch stolz und mit sonnengeröteten Gesichtern die Fotos von den Delfinen zeigen, die sie unterwegs gesehen hatten. Zwar wurde nichts aus dem „mit Delfinen schwimmen“ aber Beide waren rundum zufrieden. Also ein sehr gelungener Tag 🙂
Wie so häufig in letzter Zeit, endete der Tag mit dem gemeinsamen Kartenspielabend (Schweinetreiben) und einer Folge unserer absoluten Lieblingsserie „suits“

Wie ihr seht, lassen wir es uns hier unten gut gehen und lernen Land und Leute auf verschiedene Arten mehr und mehr kennen…
Liebe sonnige Grüße
Gianna

 

3 Kommentare zu “Hundertwasser, Haruru Falls, Bergsprint und Delfine

  1. Angela Niehaus

    Hallo ihr Lieben,
    es ist echt schön ein wenig von eurer Tour mitzubekommen!
    Schade nur, dass ich keine Fotos sehen kann… warum auch immer…
    Ich wünsche euch weiterhin eine Super Zeit gemeinsam
    und dir Gianna eine tolle, eindrucksvolle Zeit alleine!!!
    Liebe Grüße von Angela

    1. Silvia

      Hi Angela,

      du darfst nicht über Firefox auf die Seite gehen, sondern musst Internet Explorer wählen oder vergleichbares. Mit Internet Explorer kannst Du jedenfalls die Fotos sehen.

      Lieben Gruß
      Silvia

  2. Milan

    Also Angela wenn du das meinst, dass wenn man auf ein Bild drauf klickt und dann nur ein schwarzes Bild bekommt, heißt es hier einfach warten, es dauert leider sehr lange, bis die Bilder geladen werden, da direkt die ganze Galerie geladen wird.

    Also einfach ein wenig warten, wenn es erstmal schwarz ist. 😉

    Grüße aus NZ

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