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Und wir fahren, fahren, fahren…

In den folgenden Tagen haben wir dafür gesorgt, dass der Kilometerzeiger unseres mobilen Penthouses deutlich nach oben sprang. Angefangen hat es mit unserer Tour am Donnerstag zum „Cape Reinga“. Nachdem wir behäbig und kurve um kurve die Berge hochgezockelt waren, auf Straßen, die alle bisher befahrenen Wege nochmal in den Schatten stellten, kamen wir am nördlichsten Punkt Neuseelands an. Uns kam es vor, am Ende der Welt zu stehen! Man schaute auf die unendliche Weite des Pazifiks, Ende und Anfang von Meer und Himmel verschwammen zu einer einzigen, riesigen, endlos scheinenden blauen Wand und man fühlte sich plötzlich ganz klein. Wir haben schnell ein paar klägliche Versuche unternommen diese Atmosphäre in Fotos festzuhalten und sind dann auch gleich wieder ins Auto gesprungen und unserem nächsten Ziel entgegen: die größten Sanddünen Neuseelands. In der Saison ist es möglich hier mit Brettern die Dünen runter zu surfen. Das hat dann was von Rodeln nur anstelle von Schnee, gehts Berge von Sand hinunter. Da wir uns hier aber noch außerhalb der Saison befinden, gab es nur riesige Sandberge, ohne irgendeinen Hinweis auf Menschen oder Zivilisation. Um zu sehen was sich hinter diesen Sandkolossen befindet kletterten wir also einen der Berge rauf und sahen, endlich oben angekommen… Noch mehr Sand! Wir haben es nicht für möglich gehalten! Diese Dünen sind so riesig, mit der Sandmenge könnte man wahrscheinlich ganz Rügen unter einer Sandschicht begraben. Nach diesem Erlebnis ging’s wieder ab in den Van und weiter wieder Richtung Süden. Wir fuhren und fuhren und fuhren und bei Einbruch der Dunkelheit fanden wir endlich ein kleines, nettes Plätzchen für die Nacht. Am nächsten Morgen weckte und zum ersten mal hier die Sonne! Also nichts wie raus aus den Betten und DRAUSSEN den Tisch gedeckt! Nach einem schönen Sonnenfrühstück packten wir unsere Sachen schon wieder zusammen und weiter ging’s. Nächstes Ziel: the Giant Kauri trees! Im Waipoua Forest gibt es den größten und ältesten Kauribaum der Welt. Am Wald angekommen, gingen wir auf einem kleinen Pfad dem Tane Mahuta, dem God of the Forest, entgegen. Und plötzlich tauchte der Riese von Baum auf. Es ist der mit Abstand mächtigste Baum den ich je gesehen habe! Er wirkte so erhaben und es stimmte was im Reiseführer stand: „Man kommt hier nicht einfach mal vorbei und guckt, vielmehr ist es, als ob einem eine Audienz bei seiner stillen Präsenz gewährt wird.“ Die Leute am Fuße des Baumes begannen allesamt von selbst zu Flüstern und man merkte die allgemeine Ehrfurcht vor diesem 1200-2000 Jahre alten Giganten. Nach diesem Besuch beim Baumgott, betrachteten wir noch die Four Sisters, sowie den Waldvater. Alles waren beeindruckende Baumgiganten und nicht mit den heimischen „Stöckern“ in der Landschaft zu vergleichen. Wir verbrachten den ganzen Tag zwischen Gräsern, Farnen, Büschen, Blümchen und den großen Kauris im Wald. Zwar brachte das unseren straffen Zeitplan etwas durcheinander, aber dieser Ort war zu wunderbar, um ihn nur kurz an sich vorbei ziehen zu lassen!

Da es also schon recht spät war, wurde der Weg zum vorgesehenen Campingplatz zu weit und wir stellten uns bei Anbruch der Dunkelheit einfach an einen ruhigen Ort etwas abseits der Straße.

Da wir weiter Richtung Süden und natürlich unseren kleinen Zeitverlust wieder aufholen wollten, fing der nächste Tag früh an. Das war dann aber halb so schlimm, denn von einer netten, fremden Frau, die einfach mal anhielt als Papa draußen stand um die Umgebung im hellen zu betrachten, bekamen wir dann selbstgemachte Marmelade und 12 Eier geschenkt, während sie uns etwas über die Gegend erzählte, so kann ein Tag doch beginnen!! Die Neuseeländer übertreffen sich an Freundlichkeit immer wieder selbst!!!
Der restliche Tag bestand nur aus Autofahren und einem kurzem Zwischenstopp im Auenland, um in Hobbiton die Hobbithöhlen aus den Filmen “ Der Herr der Ringe“ und „der Hobbit“ zu besuchen. Unsere Vorfreude darauf, die Filmkulisse mal in Natura zu sehen, erhielt dann aber schnell einen Dämpfer, als wir erfuhren, dass nur geführte Touren mögliche sind, die unseren Geldbeutel um 75dollar pro Person erleichtern sollten… Also nichts mit kleinen Hobbithöhlen, aber die Gegend war auch so schön und kam der Kulisse aus dem Film natürlich schon sehr nahe, damit mussten wir uns dann zufrieden geben. Weiter ging’s mit dem Auto Richtung Taupo. Am frühen Abend kamen wir in Taupo, wo wir jetzt mit Blick auf den gleichnamigen See auf einem Campingplatz stehen. Dieser gehört zu einem SPA Ressort und wir haben uns dann vorhin gleich mal ein Bad in den Natur Thermal Bädern der Anlage gegönnt. Das tat guut!
Jetzt einmummeln und ab ins Bett, gute Nacht! Bzw. Euch einen schönen Tag 🙂

 

2 Kommentare zu “Und wir fahren, fahren, fahren…

  1. Alyssa

    Hey ihr Abenteurer =)

    Ich las soeben Kianga und Skip auch mal den wirklich informativen Blog vor 😀
    Ja, dass alle so erstaunlich freundlich sind, ist wirklichen sagenhaft. Davon könnten sich die Deutschen echt eine Scheibe abschneiden.

    Genießt die Sonne und habt weiterhin eine Menge Spaß
    Ganz ganz herzliche Grüßen aus Rügen =)

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