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Up to East coast!

Von Taupo sollte es dann weiter in den Tongariro Nationalpark gehen, der südlich liegt des Lake Taupo. Da wollten wir nur eine Nacht verbringen und dann weiter nach Napier an die Ostküste fahren. Der Tag war ziemlich windig und wir kämpften uns mühselig mit 20 bis maximal 60 Stundenkilometer die Berge rauf und runter und hatten dabei so manchesmal das Gefühl,dass der Wind uns einfach von der Straße pustet. Schon von weitem konnten wir den in den Wolken hängenden „Schicksalsberg“ alias Mount Ngauruhoe sehen der sich, südlich des Sees 2287m aus der Erde erhebt. Aber wie das Schicksal so wollte, wurde der Wind eher mehr als weniger und wir entschieden am nächst besten Parkplatz im Nationalpark anzuhalten, eine kleine Runde zu wandern und uns eine nette Stelle für die Nacht zu suchen. Schon bald wurden wir fündig. Auf einem kleinen Schotterweg, entlang mehrerer Vulkan- und Erdbebenwarnungsschildern fuhren wir immer weiter geradewegs auf den großen Berg des Schicksals und seinen kleineren Partner den Mt Tongariro zu. Am Parkplatz, am Füße der Berge angekommen, muss Papa sich erstmal hinlegen und sich etwas ausruhen -bei starkem Wind unser über Dreimetergefährt durch die Berge zu manövrieren, ist nichts für leichte Nerven! Milan, Mama und ich machen uns auf, um die Gegend zu erkunden. Auf der dortigen Wanderkarte wird klar, dass deutlich mehr Zeit eingeplant werden muss um die Wanderungen hier zu bewerkstelligen. Die bekannten und sehr beliebten „Tongariro crossing“ und „Tongariro northern circuit“ Tracks dauern mehrere Tage, sind sehr anspruchsvoll und werden von hier gestartet. Mhh.. Was jetzt?? Doch noch etwas weiter fahren und zur ursprünglich geplanten Stelle, wo es auch kürzere, unserer Kondition entsprechende Wanderstrecken gibt?? Oder einfach hier einen Track etwas entlang laufen und irgendwann umdrehen und zurück gehen?? Unsere Fragen wurden dann schnell beantwortet als Mama mitten auf dem Parkplatz stehend die Hände ausstreckte, in den Himmel sah und fragte: „was ist denn das?“ Unsere erste, naive Vermutung, helle Blüten würden vom Wind durch die Luft gewirbelt werden (hahaha) wurde abgelöst von der Gewissheit: es SCHNEIT!! Wir alle waren definitiv noch nicht bereit für Schnee! Blitzschnell rannten wir zum Wagen, sprangen rein und fuhren los Richtung Osten, dort soll eine der sonnigsten Gegenden Neuseelands sein…

Vier Stunden kämpften wir uns bei 1Grad Außentemperatur durch die Gebirge Richtung Küste. Unterwegs hielten wir noch an einem kleinen Parkplatz an, von dem aus man eine schöne Sicht auf einen Wasserfall in mitten der Berge, der die Schlucht entlang der Straße bergab stürzt, hatte. Aber wie unser Schicksal an diesem Tag ja so spielte fing es just in dem Moment, indem wir ausgestiegen waren um das Naturschauspiel zu bewundern, wieder an zu schneien und wir beeilten uns mit dem Wasserfallbestaunen.

Napier, „Art Deko Capital of the World“ war dann deutlich mehr nach unserem Geschmack. Die Sonne schien, der Himmel war blau und wir blieben für 4 Nächte dort. Die zwei vollen Tage in der Stadt nutzen wir, um in kurzen Hosen und T- Shirts durch die Einkaufsstraßen zu bummeln, am Strand entlang zu spazieren und in Cafés zu sitzen. Letzteres vor allem als wir einen kleinen Bio/Naturladen mit integriertem Café und kostenloser Internet Nutzung fanden!! Aber wir besuchten auch das national Aquarium of Newzealand (haben unseren ersten, echten Kiwi gesehen! Leider konnte man keine Bilder machen :() und machten am zweiten Tag eine Radtour durchs Hinterland. Der Radweg führte vorbei an kleinen grünen Hügeln und quer durch die Schaf- und Kuhwiesen der ansässigen Bauern, sodass wir die kleinen weißen Wollknäuel so manches mal aufschreckten und Fragmente von Kuhfladen an den Fahrradreifen in die Stadt transportierten. Nach 3,5 Stunden radeln und nur einer kleinen Verfahraktion kamen wir in der Stadt an. Dann wurde erstmal Kraft, mit einem Cappucino im „Chantal“ (dem Ökocafé ) getankt und der restliche Tag einfach wieder in der Stadt, mit Sushi im Park und Eiscreme am Strand, genossen.

Nach den 2 Tagen ging’s weiter die Ostküste entlang, diesmal Richtung Norden. Ziel war Gisborne, eine der fruchtbarsten Gegenden von Neuseeland, mit vielen Weingütern… 😀

 

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