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Fo – ka – ta – ne

Soo, ich hab endlich wieder die Möglichkeit ab und zu ins Internet zu gehen! Also hier mal was neues, was mittlerweile schon eher alt ist…

In Gisborne strahlte uns dann wieder die Sonne an! Wir hatten hier nur einen Tag und waren fest entschlossen, diesen best möglich zu nutzen. Also stand eine Weingutbesichtigung und eine kleine Wanderung auf dem Plan. Also ging es erstmal ins Tourist Office, um zu Fragen, ob es nicht eine Busverbindung zum etwas außerhalb liegenden Weingut gibt. Die Antwort war wenig befriedigend.. Das Weingut ist am Wochenende geschlossen. Mhhh blöd! Naja, gehen wir erstmal in die Stadt und trinken ein Käffchen. Wir aßen in einem, vom Reiseführer empfohlenen, echt netten Café, merkten aber schnell, dass wir von Napier etwas verwöhnt waren und die Stadt uns nicht überzeugen konnte. Die Wanderwege waren auch nicht das richtige und nach einem halben Tag in der City zog es uns zurück auf den Campingplatz. Wie gut das der wenigstens etwas zu bieten hatte, wir entschlossen uns kurzerhand doch noch etwas aktiv zu werden und liehen uns 2 Tennissets aus um auf den dortigen Tennisplätzen ein paar Bälle schlagen. Nach zwei Stunden Sportunterricht bei Milan und dem Gefühl am Ende wenigstens halbwegs die richtige Richtung zu treffen, mussten wir die geliehenen Sachen wieder abgeben. Es blieb genug Zeit zum kürzen entspannen und frisch machen um dann Gisbornes Nacht – bzw. eher Abendleben zu erkunden. Auf der Suche nach einem netten Restaurant oder einen kleinen Bar, wurde uns klar, dass Gisborne im dunkeln noch weniger zu bieten hat, als im hellen. Somit kam es dazu, dass wir in Neuseeland wirklich in ein türkisches Restaurant gingen. Wie Regional!^^

So langsam war dann auch wieder back to Auckland angesagt und wir mussten wieder die Richtung Nordwest einschlagen. Unser erster Zwischenstopp auf dem Weg zurück war whakatane. Der Ort liegt in der Bay of plenty, an einer Flüssmündung und wird, wie Mama uns schlau durch ihren dicken Reiseführer sagte: fo-ka-Ta-ne ausgesprochen. In whakatane also nachmittags angekommen machten wir uns zuerst verzweifelt auf die Suche nach einem Café (die Cafés schließen hier üblicherweise schon mittags.. :o) aber wir hatten noch Glück und fanden ein Café welches die Tore erst 5 min. Nach unserer Ankunft schließen wollte, wir waren dann mal so dreist! Dann wurde beim leckeren Kaffee der Plan für den nächsten Tag aufgestellt. Nach mehreren hin und her zwischen Kanu fahren, wandern, maorikulturzentrum, zwei, drei oder nur eine Sache davon,… Entscheiden wir uns für Kanu wenn das Wetter am nächsten Tag super doll ist, sonst wandern. Das Wetter war leider nicht super doll, zwar trocken aber bedeckt und windig. Also wandern. Nochmal ein Blick auf die karte geworfen und uns wurde klar, dass der kürzeste Weg (One Way) drei Stunden dauern würde. Ähh, danach war uns dann doch nicht so.. Aber da wir keine passende Alternative fanden, entschlossen wir uns den Weg loszugehen und wenn wir wollen einfach umzudrehen und wieder zurück zulaufen. Nachdem wir die erste Schwierigkeit hinter uns gebracht hatten und den Parkplatz von wo aus der Wanderweg startet gefunden hatten, konnte es losgehen. Nach den ersten 200 Metern wurde uns klar, hiermit würden wir unseren Easy walkway deutlich überbieten! Aber wir gaben erstmal nicht auf, vielleicht wird es ja besser… Es wurde nicht viel besser, aber etwas. Wir stiegen einen Berg rauf und auf der anderen Seite wieder runter, um dann, unten angekommen, den nächsten wieder rauf zu klettern. So viele „Treppen“ (mehr Holzplanken die mehr oder weniger fest vertikal in den Boden gerammt wurden), da waren wir uns einig, sind wir noch nie auf- und abgestiegen! Wir liefen und liefen und liefen und uns wurde klar, nach allem was wir jetzt zurückgelegt hatten, wir würden nicht mehr umkehren!! Aber der Weg war auch sehr schön: durch Wälder, auf alten Maoripfaden (die manchmal eher kleinen Flussbetten von herabfließenden Sturzbächen glichen) wanderten wir auf die Steilküste zu, an dieser dann entlang und schließlich runter an den Strand. Die Bucht war wunderschön ganz verlassen und die Sonne (inzwischen war es richtig warm geworden) strahlte uns direkt an. Jetzt waren wir an der Passage angelangt, wo man nur bei Ebbe lang gehen kann. Wir hatten extra auf die Uhr geachtet und waren leicht überrascht wie dicht das Meer dann doch noch war. Aber die uhren wurden ja auch umgestellt, mhh… Nach einer kleinen Pause am Strand wurde uns klar, dass das Wasser wohl so schnell nicht noch weiter weichen würde und wir wohl oder übel, den richtigen Moment zwischen den Wellen abpassend, über die Felsen krakseln mussten, um auf die andere Seite zu kommen. Also los! Halbwegs trocken kamen wir alle heile auf der anderen Seite an. Vor uns lag jetzt eine weitere, etwas größere und weniger verlassene Bucht. Wir setzten uns in die Sonne und Mama und ich begannen emsig wunderschöne Muscheln zu sammeln aus denen der ganze Strand zu bestehen schien. Irgendwann scheuchten uns Papa und Milan weiter, wir schlugen kurz den falschen Weg ein, fanden dann den richtigen (eine weitere Treppe…) und kamen bald am Ziel an. West end ist, wie der Name schon verrät, der westliche Teil des nachbarörtchens Ohope. An dem breiten Strand liefen wir entgegen des mittlerweile stark pustenden Windes Richtung Ort um noch den nächsten Bus nach whakatane zu schaffen. Diesmal stiegen wir dann auch tatsächlich in den richtigen Bus ein! In der Stadt gönnten wir uns noch einen kleinen Fish and Chips Snack bevor es dann auf einen Campingplatz etwas südlich des Ortes ging.

Liebe liebe Grüße

gianna

 

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