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Waitoru farm 2.0

Kurzer Überblick über meine restliche Zeit bei Kirsten und Vincent:

Montag
Vincent und ich fuhren, nachdem Auto und Hänger mit Mülltonnen und Papierkisten vollbeladen waren zum Recyclinghof Richtung Pukekohe. Da der Plastikmüll dort nochmal geteilt wird, wurden die Mülltonnen Stück für Stück entleert, damit jedes Plastikteil in den richtigen Container kommt. Dann ging’s noch ab zum „Metalman“ wo wir den Schrott los wurden und dafür sogar noch 100 dollar kassierten!
Zurück am Hof kam dann die Verstärkung!!!!! Meine neue wwoof Kumpanin ist Katrin aus Deutschland, sie bleibt hier voraussichtlich eine Woche und unterstütz mich bei allen Arbeiten!
Dienstag
Katrin und ich machten gemeinsam die kleine Raubtierfütterung am Morgen und standen auch gleich vor unserer ersten Herausforderung. Denn zum ersten Mal waren die Hühnerkisten nicht leer! Das bedeutet: unters Huhn greifen, Ei suchen und Ei weg klauen. Leichter gesagt als getan! Die Hühner waren nicht so erfreut über uns Eierdiebe und hackten dann eifrig nach meiner Hand. Aber wir entwickelten schnell eine Taktik und während der Eine Handschuhe besorgte, holte der Andere ein kleines stück Holz. Mit der einen Hand hielt ich also das Holz Richtung pickenden Schnabel und die andere Hand stahl die Eier!:)
Dann war wieder Pferdetag angesagt- wir verbringen den Tag wieder mit putzen, waschen, führen, und longieren der Pferde. Außerdem waren die Eltern von Kirsten zu Besuch, welche uns den leckersten Lunch überhaupt (Käsemuffins, Fruchtsalat, frische Brötchen und Tomatensuppe) machten. Und mit ihrer einfach wunderbaren Kiwiart für viel Gelächter sorgten.
Mittwoch
Day off!! Erstmal war Ausschlafen angesagt und das Wetter sah natürlich nicht so berauschend aus.. Katrin hätte zwar ein Auto gehabt und wir hätten die Gegend erkunden können, aber sie war erst einmal mit dem Auto gefahren, wäre dabei vor Aufregung beinahe gestorben und fühlte sich verständlicherweise noch nicht in der Lage, sich wieder hinters Steuer zu setzen. Aber da das Wetter wie gesagt sowieso nicht so toll war und Kirsten und Vincent unterwegs waren, wir also Sturmfrei hatten, verbrachten wir den Tag mit Teetrinken, Honigbrot essen und quatschen, quatschen, quatschen..
(Mein englisch Niveau ist damit dann auch wieder gesunken..:S)
Donnerstag
Wieder Pferdetag! Neben den normalen Pferdearbeiten, durfte ich an dem Tag sogar eines der Pferde reiten. Nicht besonders lang und ich sollte auch nicht viel machen, aber es war zur Abwechslung auch schön mal wieder auf einem Pferd zu sitzen und nicht nur Schlamm von ihm zu entfernen 🙂
Freitag
Gemeinsam packten wir das Projekt „ein neuer Garten“ an. Ziemlich angestrengt und schließlich vergeblich versuchten wir aus einem zugewucherten und unebenen Stück Land hinterm Haus einen bepflanzbaren Garten zu machen. Trotz Einsatz unseres ganzen Gewichts und all unserer Kraft konnten wir die 1 Meter breiten Busch-Wurzeln nicht dazu bewegen sich vom Erdboden zu lösen. Ergebnis war lediglich totale Erschöpfung und 2 kaputte Gartenwerkzeuge. Lediglich die Schweine, welche dort gelegentlich nach essbaren wühlten, waren einigermaßen erfolgreich. Nachdem ich dann die Idee aussprach die Schweine im Garten zu füttern, um so ihren Eifer beim Umgraben etwas anzutreiben, wurde uns die Arbeit dann von den Vierbeinern abgenommen. Nachdem sich unser Gartenprojekt nun erledigt hatte, bekamen wir die glorreiche Aufgabe eine weitere Wiese von Disteln zu befreien. Diese Wiese war wesentlich größer als die, die ich zuletzt bearbeitet hatte und mit Disteln übersäht!! Vor uns lag ein Resttag voller Distel- hacken. Immerhin war die Wiese etwas weiter vom Hof entfernt und wir konnten in eigenem Tempo, über Gott und die Welt quatschend arbeiten.
Samstag
Während ich wenigstens noch den Pferdetag hatte musste Katrin, als nicht „horsy“ den gesamten Tag Disteln hacken.
Aber es war kein normaler Pferdetag, sondern Ponyclub Tag. Das heißt alle Einsteller kommen und gemeinsam wird mit allen Pferden, unter Aufsicht von Kirsten, auf dem Reitplatz gearbeitet. Anschließend wurde noch ein Spiel mit den Pferden gespielt, bei dem die Pferde an Pudelnudeln und Gymnastikbälle gewöhnt werden sollten 🙂
Highlight des Tages war aber die Paddeltour mit Vincent auf dem hofeigenen See. Trotz Vincents Aussage, dass er noch nie mit 3 Personen in dem kleinen Boot paddeln war, kamen wir unbeschadet, trocken und ziemlich happy über diese schöne Abwechslung wieder an Land an!
Am Abend hatten Katrin und ich unsere nächste Herausforderung! Wir sollten, da Kirsten nicht da war, das Abendessen für uns drei kochen und da soviele Eier da waren, sollten wir Omelette machen. Wir waren uns beide einig, dass es etwas völlig anderes ist, nur für sich alleine zu kochen als für andere, aber da mussten wir durch. Nach Vincents nettem Paddelboot Angebot wollten wir natürlich auch, dass ihm das Essen richtig lecker schmeckt..
Nach zwei weniger optimalen Omelettes, die Katrin und ich schnell aßen um alle Spuren unseres nicht- Könnens zu verwischen, hatten wir den Dreh raus! Uns gelangen 3 perfekte Omelettes mit Schinken, Käse und Gemüse, die wir Vincent guten Gewissens und auch leicht Stolz auftischten. Ihm schien es geschmeckt zu haben, er hat ordentlich reingehauen und alle 3 Omelettes verputzt 😀
Sonntag, Montag, Dienstag
Tage voller Distel schlachten!!!! Und wir waren dann auch endlich mit der Wiese fertig! *juhuu*
Montag war, die Distelarbeit nicht beachtend, aber mit Abstand der coolste Tag, unseres gesamten Aufenthalts auf der Farm!! Vincent holte sein altes Motorrad raus und nahm jede von uns mit auf eine Tour nach Pokeno, wo es dann ein Leckeres Eis gab, um den durch das Dauergrinsen trocken gewordenen Mund zu erfrischen. Das hat gefetzt!! Sonnenschein, leckeres Eis und ein Motorradtrip: definitiv der beste Tag!

Nach einem weiteren freien Tag, der geprägt war von Sachen packen und letzte Fotos von all den Tierchen und der Fram machen, ging es Donnerstag für uns beide weiter. Katrin fährt in den Norden und ich mach mich jetzt mal Richtung noch nicht erkundeten Süden. Erster Zwischenstopp dahin ist Hamilton!

Bin gespannt wie es wird! Freu mich auf ein bisschen mehr Zivilisation und weniger harte Arbeit 😉

Ein Kommentar zu “Waitoru farm 2.0

  1. Katrin

    Ach Janna! Was hätte ich nur ohne dich gemacht 🙂 Wir hatten definitv einige lustige Momente und haufenweise gute Gespräche. Ich hab endlich mal etwas über Pferde gelernt dank dir. Das Distelhacken werde ich mein Leben nicht vergessen, zum Glück warst du dabei, sonst wäre das echt verdammt langweilig geworden. Genieß deine Zeit in Hamilton. Ich hoffe, wir sehen uns allerspätestens auf der Südinsel wieder!

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