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Otonga Valley

Ja ich lebe noch!! 😀

Und hier kommen die etwas überfälligen updates:

Nach Hamilton ging es weiter Richtung Raglan zu Cris und Paul und ich kann sagen: Hinter mir liegen zwei Wochen, voller lachen, schöner Arbeit, lieben Tieren und wunderbaren Menschen!
Nachdem die Reise ziemlich chaotisch anfing und Cris mich in Hamilton abholen musste, weil ich am Busbahnhof stehend bemerkte, dass ja Feiertag ist und sich nach kurzer Recherche herausstellte, dass an dem Tag kein Bus nach Raglan fahren würde, konnte es ja nur noch besser werden. Und das wurde es!!!
Zwar wurde meine in Gedanken schon entwickelte Erwartung vom täglichen Schlendern durch das „lockere und junge Raglan“ oder die bekannten Surfstrände entlang zu spazieren bereits zerschlagen als wir ca eine halbe Stunde vor Raglan in die Otonga Valley Road abbogen, der Straße einen Kilometer folgten und dann an das Eingangstor zur Auffahrt kamen, welche schließlich nochmal 2 Kilometer ins Hinterland führte, aber die Aussicht am Haus mitten im Nirgendwo, ohne jeglichen Netzempfang,machte alles wett. Ich war umgeben von grünen Hügeln und dichtem Urwald, weit und breit kein weiteres Haus oder Zeichen von Zivilisation zu entdecken! Laut Google Maps würde eine Wanderung nach Raglan, hin und zurück 8 Stunden dauern… Mhh vielleicht doch nicht so eine gute Idee! Aber tadaa…Ich wurde, kaum am Hof angekommen, gleich mit „Susi“ bekannt gemacht. Sie ist das wwoofer- Auto welches mir hier für die Zeit meines Aufenthaltes immer zu Verfügung steht, cool 🙂 !! Dann bezog ich mein Zimmer, oder eher Haustrakt. Denn die Gillards, haben einen Haustrakt, etwas separat vom Rest, mit 3 Schlafzimmern und einem Badezimmer, indem sie bis zu 6 wwoofer unterbringen können. Aber da ich nun mal alleine unterwegs bin, hatte ich den ganzen Platz nur für mich! 🙂

Unter der Woche war ich dann fast den ganzen Tag alleine, weil Cris und Paul beide in Hamilton arbeiten und meist erst gegen halb sechs nachhause kamen. Aber da auch diese Farm noch im Aufbau ist, gab es viel zutun und ich konnte mir die Arbeiten immer aussuchen und wechseln wie ich wollte, sodass es nie zu langweilig wurde. Im Endeffekt, habe ich mich dann aber doch immer für eine Arbeit entschieden und 4 Stunden täglich dünne, flexible Äste von den gefällten Bäumen geschnitten und damit versucht kleine Zäune zu bauen, in dem ich die dünnen Äste um stabilere Pfosten flocht. Was sich so schön einfach anhört, war am Anfang ganz schön kompliziert, aber nach ein paar Tagen hatte ich den Dreh raus. Nur mein Versuch ein größeres Element zu bauen, ist leider gescheitert bzw beim Versuch es zu transportieren in seine Einzelteile zusammengefallen.. Aber naja, “ who cares?“, wie Cris immer meint: „das wichtigste was wir mitnehmen, ist die Erfahrung“ 🙂
Nach meinen Pflichtstunden, die bei der Arbeit (die mir ehrlich gesagt, wirklich Spaß gemacht hat) wie im Fluge vergingen, hatte ich dann immer die Möglichkeit eine kleine Wanderung auf den umliegenden Flächen zu machen und mit den süßen Hunden Ammon und Saanah die Berge rauf zu klettern oder mit Susi on the Road nach Raglan zu brausen.
An den Abenden wurde dann der fehlende Sozialkontakt vom Tag mehr als nachgeholt! Paul gab sein bestes und hat jeden Abend super leckere vegetarische Gerichte gezaubert und Cris hat es mit einem super Dessert (banoffie pie*_*) abergerundet, dabei haben wir uns über alles mögliche unterhalten und viiel gelacht, die beiden sind echt spitze!!
An den Wochenenden haben wir dann alle zusammengearbeitet und noch mit Unterstützung von zwei Missionaren, die hier für die Mormonische Kirche unterwegs sind, gearbeitet. Dabei war neben dem „was schaffen“ auch eher das Spaßhaben und genießen des gemeinsamen Arbeitens im Mittelpunkt und wir hatten dann auch wirklich Eine sehr lustige Zeit. Mein Sonnenbrand von diesen Tagen spricht Bände… Das gerötete Gesicht ist unterbrochen von kleinen weißen Streifen, die entstanden, da die Sonne nicht an die Haut in den Lachfalten kam, sprich ich hatte einfach ein Dauergrinsen im Gesicht! 😀
Nachdem ich erst nur eine Woche bleiben wollte verlängerte ich um eine weitere, die beiden hier sind in der kurzen Zeit schon sowas wie eine Familie für mich geworden. Ich habe dann mit Ihnen die neuen Kälber Chewbacca und Luke geholt, für sie einen kleinen Unterstand gebaut, die Auffahrt vom rumliegenden Holz befreit, die Ziegen gehütet, Schafe entwurmt und viele kleine Äste für die geflochtenen Zaunpaneele gesammelt. Natürlich habe ich in meiner Freizeit auch nochmal Raglan besucht und so manchen kleinen Berg bestiegen (die Aussicht war sooo wunderbar!), aber am meisten habe ich die gemeinsame Zeit mit Cris und Paul genossen. Ob das gemeinsame arbeiten an den Wochenenden oder beim abendlichen Tv Programm auf dem Sofa mit beiden Hunden und den 5 Katzen (Neo, Trinity, Agent Smith, Oracle, Morpheus:)) wir hatten immer ziemlich viel Spaß und die beiden sind so großartig, die muss man einfach lieb haben!

Jetzt geht es für mich weiter Richtung Süden, aber ich bin immer noch beeindruckt von den Erfahrungen der letzten 2 Wochen, wir haben uns so gut verstanden und ich werde den Kontakt zu den beiden halten, sie sind jetzt immer mein Plan B! Ich bin stolz darauf mich ab jetzt ihre „unofficial German daughter“ und diese netten Leute und Tiere meine Newzealand family nennen zu dürfen! 😀

Jetzt geht’s also mit einen lachenden und weinenden Auge weiter! Freu mich auf das was mich jetzt in Otorohanga erwartet, aber es ist auch schade, dass ich diesen wunderbaren Ort hier jetzt verlasse..

Nun erwartet mich mein erster Aufenthalt auf einer richtigen, knapp 1000 acre großen Schaf- und Rinderfarm, bin gespannt! 🙂

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