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Back to City- New Plymouth

Ausnahmsweise startete dieses Mal alles normal und mein Sinn für Chaos hielt sich zurück.. Das Grundstück der Fawkner Family ist ca 2hektar groß und liegt dennoch recht nah zur Innenstadt von New Plymouth. Gleich am ersten Abend haben mich Matthew und die 4 Jungs dann mit zum Strand genommen um von dort aus den Sonnenuntergang beobachten zu können. Und so fing die Zeit bei den Fawkners schon super an: Wir sind den Strand rauf und runter gerannt, haben Bilder in den Sand gemalt, Robben in den tosenden Wellen (war ziemlich windig…) beobachtet, kleine Gräser und Steine gesammelt, sind auf Treibholz rumgeklettert und konnten dabei einen wunderbaren Sonnenuntergang genießen. Ich war gleich von Anfang an irgendwie in der Familie drin und die Kids: Seamus, Logan, Kyran und Riley haben es mir auch echt einfach gemacht, die waren einfach nur zu lieb!!

Meine Arbeit bestand hauptsächlich aus weeding. Es gab einen großen Garten mit allem möglichen an Gemüse, Obstbäumen und Beeren und haufenweise Unkraut! Aber um die Mittagszeit konnte ich meistens schon aufhören zu arbeiten und hatte den Rest des Tages frei um die Gegend zu erkunden oder einfach zu tun und lassen was ich wollte. Also hab ich mir das Fahrrad geschnappt und bin die 20 min in die Innenstadt geradelt (schöne Hinfahrt – abwärts und anstrengende Rückfahrt – aufwärts..). Mein super Reiseführer hatte schon angekündigt das New Plymouth eine sehenswerte Stadt, mit viel Kunst, Kultur und Natur, sein soll und ich war sichtlich gespannt was mich so erwarten würde…. Also vom Hocker gehauen hat mich die City dann nicht… Die Lage ist zwar wirklich schön, direkt am türkisblauen Meer und mit dem großen Mt Taranaki im Hintergrund, aber sonst war sie wie die meisten neuseeländischen Städte, vielleicht ein paar mehr billig- und Touriläden. Aber ich hatte mal wieder die Möglichkeit einen Supermarkt zu besuchen und bin am 2. Tag in den Pukekura Park gelaufen, der wirklich sehenswert war.
In der folgenden Zeit bin ich dann jedoch immer weniger in die City gefahren und habe nur wenig von dem unternommen, was ich mir im Voraus alles rausgesucht hatte. Die meiste Zeit hab ich Zuhause verbracht und habe die verschiedensten Dinge mit den Jungs gemacht, wenn sie aus der Schule kamen. Blumensträuße mit Grünpflanzen, bunten Blumen und aus eingefärbten Gräsern, das Bemalen einer Tapetenrolle mit einem lebensgroßen Weihnachtsbaum und einem ziemlich klein geratenen Santa, ein Picknick im Park oder „Pitti in the middle“, sowie natürlich „tap me“ (fangen) waren nur einige unserer Aktivitäten 🙂
Ich wurde voll in die Familie integriert und so haben sie mich sogar mit auf ein (eher privates) Tongaisches Fest mitgenommen, welches zu Ehren eines Tonganesen gehalten wurde der einen ganz bestimmten, hohen Grad in deren Glauben erreicht hatte. Es gab haaaufenweise Essen (bestimmt 50 ganze Ferkel die auf den Tischen verteilt waren, sowie ein Mix aus traditionellen pazifischen und neuseeländischen Gerichten), es wurde getanzt, gesungen, gebetet und Geschenke überreicht. Auch wenn das alles nicht typisch „Kiwi“ war, so ist die Neuseeländische Kultur doch sehr mit derer der Pazifischen Inseln verbunden und ich war wirklich dankbar, dass ich dieses einmalige Erlebnis miterleben durfte!
Außerdem hatte ich meine erste „Hangi“ Erfahrung! Früher haben die Maori ein Loch in die Erde gebuddelt ein Feuer darin gemacht und darüber ihr Essen gelegt und es quasi dampfgegart. Die Grundschule, die Logan, Kyran und Riley besuchen veranstaltet jedes Jahr zum Thema Maorikultur, solch ein Hangi. Also wurde ich zur Schule eingeladen, mir vom Stolzen Riley sein Klassenraum gezeigt und etwas von dem Hangiessen angeboten. Das war lecker, schmeckte aber auch sehr geräuchert, mal was anderes 🙂 anschließend habe ich dann noch beim Unterricht der 1. Klasse mitgeholfen und mit ihnen traditionelle Maoripois gebastelt (immer wieder schön wie offen und freundlich die Leute hier sind und mich einfach mal einladen, doch im Unterricht mitzuhelfen :D)
Ein Tag habe ich mich dann aber doch nochmal auf Tour begeben und habe den Paritutu Rock bestiegen. Nachdem ich 231Stufen bergauf gestiegen bin und dachte die Treppen würden nie enden, kam ich zum oberen Teil des Aufstiegs und musste feststellen, dass nun klettern angesagt war, wenn ich wirklich zur Spitze wollte. Aber auch das letzte Stück bin ich raufgekrakselt (was dann mit Hilfe der befestigten Eisenkette und dem über die Zeit schon recht gut ausgebildeten Kletterpfad garnicht mehr sooo schwer war) und hatte einen fantastischen Ausblick von der Spitze des Berges!! Wie gut, dass ich mir einen sonnigen Tag ausgesucht hatte, so hatte ich sogar freie Sicht auf die Spitze des Mt Taranaki, welche sonst in dicke Wolken gehüllt ist.
Mein eigentliches Highlight des Aufenthaltes war aber, als Matthew mir erklärte, dass sein Arbeitskollege ein kleine Ranch hat und er für mich organisiert hatte, dass ich sie einen Abend besuchen könne, um Ihnen ein bisschen auf dem Hof zu helfen *_* Also bin ich dann einen Tag später auf Mikes Ranch abgesetzt worden und konnte ein bisschen beim Training des Nz Reiningchampions zusehen, beim füttern und putzen helfen und durfte dann auch für ein paar entspannte Runden wieder im Westernsattel sitzen und es genießen ein ordentlich ausgebildetes Pferd unterm Hintern zu haben. Happy Gianna! 😀
Sharon und Mike haben mich dann auch gleich eingeladen mal zu Ihnen für längere Zeit auf die Ranch zu kommen und etwas mitzuhelfen, und so habe ich dann wahrscheinlich auch schon einen Bleibe für Januar! Juhuu 🙂
Am letzten Abend konnte ich dann noch eine Schultheater Aufführung von Seamus sehen und das war wirklich toll! Es wurde gesungen, instrumentiert, geschauspielert und wilde Hakas aufgeführt und ich muss sagen Respekt vor diesen Kindern! Da haben diese kleinen Jungs im Alter von vielleicht 11-13 Jahren einen typischen Maorihaka aufgeführt und standen dabei an Ernsthaftigkeit und Herzblut ihren älteren Brüdern und Vätern in nichts nach! Wow, Gänsehaut.. Insgesamt hat mich die Show ein bisschen an die Monatsfeiern in der Waldorfschule erinnert und ich habe den Abend sehr genossen 🙂

Nun geht’s aber wieder weiter und ich muss sagen, dass ich auch diesen Ort wieder nur schweren Herzens verlasse! Auch dieser Platz und die Leute sind in der kurzen Zeit sowas wie eine Familie für mich geworden und ich bin immer wieder überrascht wie tiefe Freundschaften und enge Verbindungen man in so kurzer Zeit aufbauen kann! Ich werde die Leute hier und vorallem meine 4 Jungs wirklich vermissen, aber vielleicht (hoffentlich) sehe ich sie im Januar, wenn ich in der Gegend bin nochmal wieder!

Los geht’s jetzt nach Waitomo auf eine ökologische Milchkuhfarm..

Ps ich hoffe ihr hattet alle eine schöne Adventszeit und könnt jetzt die beschauliche Weihnachtszeit im kalten Deutschland genießen! Ich schicke euch sonnige Grüße aus dem sommerlich werdenden Neuseeland

2 Kommentare zu “Back to City- New Plymouth

  1. Janice

    Ich kann die Bilder leider nie sehen, egal welchen Browser ich benutze, ich habe immer eine graue Fläche 🙁 schade. Trotzdem liebste Grüße deine Jani <3

    1. Gianna Autor des Beitrags

      Oh das ist ja blöd! Ich hab keine Ahnung warum, sorry.. Ich weiß nur, dass bei mir es immer eeeewigkeiten dauert, wenn ich die Bilder in der Galerie öffnen will!
      Kann aber leider die Galerie wegen dem IPad nicht ändern.. 🙁
      Liebste sonnengrüße :*

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